Berührungsloses Bohren
Kinetische Kavitätenpräparation, (engl. abgekürzt: KCP)
KCP ist ein Verfahren, das in der Kariesbehandlung beim Zahnarzt eingesetzt wird. Bei ihr wird z.B. zur Vorbereitung einer Fissurenfüllung ein Gerät eingesetzt, das mit Druckluft betrieben wird und mit dem der zu behandelnde Zahn Aluminiumoxidpartikeln mit einem Druck von bis zu neun bar ausgesetzt wird. Der Druck wie die Größe der Partikel lässt sich individuell einstellen. Die Kinetische Kavitätenpräparation kann demnach in manchen Fällen bei der Kariesentfernung den Bohrer ersetzen. Die Methode wird nach der Funktionsweise auch als Sandstrahlverfahren oder Air Abraison Technology bezeichnet.
Wann wird KCP angewendet?
KCP wird bei einem geringen Kariesbefall angewendet. Mit der Methode lässt sich, da sie genauer und feiner ist als ein Bohrer, eine besonders kleine Öffnung im Zahn herstellen, durch die dann das kariöse Zahnmaterial entfernt wird. Die KCP kann auch bei Verfärbungen genutzt werden – diese werden bei dem Verfahren abgetragen, was auch für die Diagnostik hilfreich ist, da dadurch festgestellt werden kann, ob sich hinter den Verfärbungen kariöse Stellen verbergen.
Vor- und Nachteile
Die Vorteile der kinetischen Kavitätenpräparation bestehen in der Schonung der Zahnsubstanz und dem höheren Komfort für den Patienten. Dadurch dass das Gerät genauer und feiner arbeitet als ein Bohrer, wird weniger von dem gesunden Zahnschmelz beschädigt. Dadurch lässt sich, besonders auch bei Verfärbungen, deutlich mehr gesunde Zahnsubstanz erhalten. Für Patienten bedeutet das Verfahren in zweierlei Hinsicht eine wichtige Erleichterung. Zum einen kann dadurch teilweise auf den Einsatz des Bohrers verzichtet werden, der von vielen Patienten aufgrund der Geräusche und der Vibrationen als sehr unangenehm empfunden wird. Zum anderen verursacht das Verfahren deutlich weniger Schmerzen, so dass in vielen Fällen ganz auf eine Anästhesie verzichtet werden kann.







